Film
Kultur, Klima & Kiez wegbetoniert
Der 17. Bauabschnitt der Berliner Stadtautobahn A100 ist derzeit Gegenstand einer laufenden Machbarkeitsuntersuchung. Die Kosten des 17. Bauabschnitts werden derzeit mit rund 1,08 Milliarden Euro angegeben. Bei einer geplanten Streckenlänge von etwa 4,1 Kilometern entspricht dies rechnerisch mehr als 260.000 Euro pro Meter. Seit 2023 formiert sich zunehmend Protest gegen den geplanten 17. Bauabschnitt der A100. Anwohner*innen, Kulturschaffende, Initiativen und Klimaaktivist*innen kritisieren insbesondere die möglichen Auswirkungen auf bestehende Wohn- und Kulturräume, Grünflächen sowie die städtebauliche Entwicklung entlang der geplanten Trasse. Verschiedene Protestaktionen und Veranstaltungen machen auf die unterschiedlichen Interessen und Perspektiven rund um das Bauvorhaben aufmerksam und stellen die Frage, welche Form von Mobilität und Stadtentwicklung Berlin in Zukunft verfolgen soll.
Was bedeutet der Weiterbau einer Stadtautobahn für eine Stadt, die sich in einem tiefgreifenden sozialen und städtebaulichen Wandel befindet? Wie verändern sich gewachsene Nachbarschaften und kulturelle Räume durch große Infrastrukturprojekte und den damit verbundenen Veränderungsdruck? Und welche Vorstellungen von Stadt, Mobilität und Zusammenleben treffen dabei aufeinander? Neben Stimmen aus bedrohten Wohn- und Kulturprojekten kommen auch Vertreter*innen aus Politik und Aktivismus zu Wort. Während die Planung der A100 weiter voranschreiten, entsteht ein vielschichtiges Bild eines Stadtteils zwischen Widerstand, Wandel und unterschiedlichen Visionen für die Zukunft Berlins.
01.12.2026 – 31.12.2026
Friedrichshain-Kreuzberg
Initiator*innen: Felix Renken