Theater

Ra-Horakhty — Eine Kinder-Öko-Oper (6–12 Jahre)

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Eine Reise voller Mitgefühl, Neugier und Entdeckung

Komponiert und geschrieben von Rose Nolan ist Ra-Horakhty eine neu geschaffene Kinderoper voller Mitgefühl, Neugier und Abenteuer. Entstanden in Berlin für ein Publikum im Alter von 6 bis 12 Jahren, lädt sie Kinder und ihre Familien ein zu einer musikalischen Entdeckungsreise – durch das Klima, die Stadt und die menschliche Vorstellungskraft.

Im Zentrum steht in Ra-Horakhty die Frage nach Verbundenheit: mit der Natur, miteinander und mit uns selbst. Die Oper stellt behutsam die Frage, wie wir gut leben können auf einem sich verändernden Planeten, und deutet an, dass bedeutender Wandel nicht nur in praktischen Handlungen liegt – wie dem Fahrrad statt dem Auto oder dem Pflanzen für Biodiversität – sondern auch im inneren Gleichgewicht: Frieden mit uns selbst, Frieden miteinander und Frieden mit der lebendigen Welt um uns herum.

Die Geschichte

Die Geschichte beginnt mit dem mysteriösen Verschwinden des Schulfalken Ra-Horakhty. Benannt nach einem altägyptischen Sonnengott, der mit der täglichen Wiedergeburt der Sonne bei Sonnenaufgang und der Erneuerung des Lebens verbunden ist, wird dieses Wesen zu einem lebendigen Symbol des ökologischen Gleichgewichts – und dessen, was verloren geht, wenn natürliche Systeme über ihre Grenzen hinaus belastet werden. Sein Verschwinden erinnert an reale historische Entwicklungen, in denen Wanderfalken durch vom Menschen hergestellte Pestizide wie DDT an den Rand der Ausrottung gedrängt wurden. Es mahnt uns daran, dass der Kreislauf des Lebens zerbrechlich ist, wenn kurzfristiger Gewinn die Fürsorge für die lebendige Welt überwiegt.

Geleitet von einer magischen Karte machen sich die Kinder auf den Weg durch Berlin, wo vertraute Orte plötzlich verborgene Bedeutungen offenbaren. Ihre Reise wird zugleich zu einem äußeren Abenteuer durch die Stadt und zu einer inneren Verwandlung, geprägt von Begegnungen und Erkenntnissen.

Unterwegs begegnen sie dem Geist von Hildegard Knef, einer der ikonischen Künstlerinnen Berlins. Durch ihre Präsenz erfahren sie, dass Frieden mit sich selbst nicht aus Perfektion entsteht, sondern aus dem Annehmen von Widersprüchen, Verletzlichkeit und Veränderung. Ihr Mut, die eigene Vielschichtigkeit sichtbar zu machen, wird zu einer Lektion der Selbstakzeptanz – und zu einer Erinnerung daran, dass Glück nicht im ständigen Streben nach Neuem liegt, sondern im Wertschätzen dessen, was bereits da ist, im Neu-Denken und im bewussteren Umgang mit weniger.

Ihr Weg führt weiter zur Deutschen Gartenbau-Gesellschaft e.V., der ältesten gartenbaulichen Vereinigung Deutschlands. Dort vermittelt eine Gärtnerin / ein Gärtner praktische Einsichten in Fürsorge, Erneuerung und Upcycling – und zeigt, wie selbst vermeintlicher Abfall in etwas Neues und Bedeutungsvolles verwandelt werden kann. Hier beginnt sich auch ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, welchen ökologischen Belastungen Ra-Horakhty möglicherweise ausgesetzt war und wie menschlicher Ehrgeiz das Gleichgewicht der Natur gefährden kann.

Schließlich treffen sie im Berliner Tiergarten auf Der Rufer – die große bronzene Figur, die zu Frieden zwischen allen Lebewesen und der Erde selbst aufruft. In dieser letzten Begegnung erkennen die Kinder, dass Fürsorge für die Umwelt untrennbar mit Fürsorge füreinander verbunden ist – und mit der Fähigkeit, nach innen zu hören und mit Fantasie und Mitgefühl zu handeln.