Widerstand begehen – Kiezspaziergänge zu Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg birgt der 1. Mai Tag eine besondere historische Tiefenschicht. Nicht nur durch die politische Bewegung der 1960er Jahre, sondern auch aufgrund seiner starken Prägung durch Industriearbeit, Mietskasernen, gewerkschaftliche Organisierung, Vereine und Arbeitermilieus. Hier lebten auch Frauen, die ab 1933 trotz Gefahr vielfältig Widerstand leisteten. Mal durch Informationen, oder durch direkte Hilfe für Verfolgte und durch politische Haltung im Alltagsleben. Ihre Geschichten sind selten auf Denkmälern verewigt und auch die Geschichtsschreibung geht ihnen erst seit kurzer Zeit nach.
Aber man kann ihren Geschichten im Stadtraum begegnen. Widerstand begehen verbindet historische Forschung mit künstlerischer Praxis und der körperlichen Erfahrung des Gehens.
Auf zwei Kiezspaziergängen folgen die Teilnehmenden biografischen Spuren zwischen Alltag, Arbeit und Widerstand – ergänzt durch künstlerische Materialien, Gespräche und eigene Eindrücke. Die oft begangene Straße wird so im Heute zu einem lebendigen Erinnerungsort.
Die geführten Kiezspaziergänge (ca. 90 Minuten), verbinden historische Recherche mit künstlerischen Elementen. Die Teilnehmenden erhalten gestaltete Kiez-Karten und ergänzen diese unterwegs mit Eindrücken, Spuren und Materialien. So entsteht ein persönlicher Zugang zur Geschichte.
- 30.04.2026
- 01.05.2026
öffentlicher Raum
30.04. um 17.30 Uhr, Treffpunkt: Rathaus Kreuzberg (Führung Kreuzberg 61) , 01.05. um 11.00 Uhr, Treffpunkt: Revaler Straße 32 (Führung Boxhagener Kiez)
Anmeldung bitte bis 28.4. an: info@antifaschistinnen-aus-anstand.de
ab ca. 12 Jahren – für Nachbar*innen, Interessierte, Schüler*innen und Engagierte.